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Secondary Assessment

Das Secondary Assessment ist nach dem Primary Assessment durchzuführen. Dabei sollen situationsangepasst Informationen abgefragt werden.

Vor einer Medikamentengabe muss zwingend nach bekannten Allergien, aktuell eingenommenen Medikamenten und Vorerkrankungen gefragt werden!

 

Anamnese
Schmerzen/
Symptome
Welche Schmerzen/Beschwerden liegen vor?
Onset Seit wann bestehen die Beschwerden?
Palliation/
Provocation
Was lindert die Beschwerden?
Was provoziert die Beschwerden?
Quality Wie fühlen sich die Beschwerden an?
Radiation Wo sind die Beschwerden? Ausstrahlung?
Scale Wie stark sind die Beschwerden? NRS erheben!
Time Wie ist der zeitliche Verlauf?
Allergien Bestehen (Medikamenten-)Allergien?
Medikamente Dauermedikation, Einmalmedikation
Patientengeschichte Vorerkrankungen, Operationen, …
Last in/out/
Last seen well
Letzte Nahrungsaufnahme, Stuhl, Menses
Letzter Zeitpunkt wo Patient ohne Beschwerden gesehen wurde (Insult!)
Ereignis Was hat die Beschwerden ausgelöst?
Risikofaktoren Rauchen, kardiale Vorgeschichte, Antikoagulation
Vitalparameter
  • Atemfrequenz (AF)
  • Herzfrequenz (HF)
  • Blutdruck (RR/NIBD), ggf. beidseits
  • Sauerstoffsättigung (SpO2)
  • Blutzucker (BZ)
  • Temperatur (Temp.)
  • ggf. EKG (6-Kanal zum Monitoring, 12-Kanal zur Diagnostik)
  • ggf. etCO2 (kein Tubus ohne Kapnographie; nasale Überwachung bei Bewusstseinsstörungen/-losigkeit erwägen)
  • ggf. SpCO (bei unklaren Bewusstseinsstörungen, V.a. CO Aufnahme)
  • ggf. Sonographie (darf on-scene-time jedoch nicht signifikant verzögern!)
körperliche Untersuchung

fokussiert auf das Leitsymptom (was könnte dazu geführt haben?)

  • bei Bewusstlosen von Kopf bis Fuß
  • Inspektion (Rötungen, Schwellungen, Temperaturunterschiede, Urtikaria)
  • Palpation (Abdomen, Nierenlager)
  • Auskultation (Lunge, Abdomen)

 

Versionsinformation
Stand 12/2018 Freigabe durch ÄLRD